„Dieses Mal bin ich aber wirklich im Recht!“ Wie oft denken wir das, und stimmt es mitunter nicht auch?

Leider bleibt das Rechthaben selbst dann, wenn es stimmt, ein Teil des ‚Gewinner-Verlierer-Spiels‘. Wir gewinnen anhand der Richtigkeit von Tatsachen, doch wir verlieren die Kooperation unseres Gegenübers. Denn Rechthaben beendet Kommunikation und schafft Distanz.

Die Distanz beginnt, wenn wir mehr reden als zuhören. Damit mögen wir zwar unser Einzel-Ziel erreichen, doch kein Gemeinsames.

Wer sich in der Lösung nicht wiederfindet, wird nie 100% dazu beitragen, sondern enttäuscht, genervt oder frustriert aufgeben – klein beigeben. An diesem Punkt beginnt das ‚Gewinnen des Verlierers‘ und das ‚Verlieren des Gewinners‘. Wer nicht beiträgt, sabotiert – meistens unwissentlich.

Es gibt verschiedene Studien dazu, wie wir es als  ‚Verlierer‘ schaffen, unseren Verlust auszugleichen. Einen direkt empfundenen Verlust gleichen wir meistens passiv oder mittels Rückzug aus. Wir gleichen zum Beispiel materiellen Verlust mit dem Rückhalt unserer Arbeitskraft aus oder ‚verschließen‘ unsere Sexualität, wenn wir uns in der Beziehung emotional allein gelassen – nicht gehört bzw. verstanden fühlen.

Das Gewinner-Verlierer-Spiel erzeugt Konkurrenz, Widerstand und Machtkampf, Angst, immense Anstrengung, Burnout und letztendlich Lustlosigkeit und Resignation – Totheit. Wir haben weder Kraft noch Lust so weiter zu machen.

Meistens geht das Miteinander spätestens hier zu Ende. Die ‚Figuren‘ werden ausgetauscht, und wenn wir nichts gelernt haben, beginnt das Spiel von vorn – der Reiz des Neuen, Machtkampf, Burnout.

Wollen wir unsere Strategie des Rechthabens weiterhin fortsetzen oder vielleicht doch lieber glücklich sein? Gibt es einen anderen Weg – jenseits des Spiels?

Damit eine Lösung für alle Beteiligten zum Erfolg führen kann, braucht es Zeit. Zeit, alle zu hören und ihren Input zu ‚verdauen‘ und zu berücksichtigen. Zeit für alle, die emotionalen Hürden zu meistern und Blockaden gemeinsam auszuräumen. Zeit, sich Freunde statt Feinde zu machen. Zeit, ein tragendes Fundament zu schaffen, auf dem aufgebaut werden kann, anstatt schnelle Ergebnisse später im Treibsand untergehen zu sehen. Zeit, interaktiv zu kommunizieren und Fehler rechtzeitig zu erkennen und auszuräumen.

Die Cowboys haben diese Einsicht in Bezug auf das Einreiten und Mitarbeiten von Pferden mit folgenden Worten zusammengefasst: „Nimm dir die Zeit, die es braucht, damit du am Ende weniger Zeit brauchst.“.

Wofür möchtest du deine Lebens-Zeit verwenden???

Ich wünsche euch einen gesegneten Monat!!!

Anke.

 

 

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14/09/2019 - 15/09/2019

Bocholt: Klarheit in Beziehungen

Wir leben zwar in einer modernen Gesellschaft, doch wenn es um unsere Beziehungen geht, leben wir oft in einem „Märchenland“. Wir glauben, dass wir glücklich wären, wenn wir nur den ‚richtigen‘ Partner finden würden, und…   Mehr über: Bocholt: Klarheit in Beziehungen

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Lingen: Zeit für Beziehungen

Wie viel Zeit verbringen wir damit, einander zuzuhören, gemeinsam auszutauschen, füreinander da zu sein, miteinander auszuspannen, zusammen die Welt zu entdecken – einander zugewandt sein?   Mehr über: Lingen: Zeit für Beziehungen


 

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